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Veronika Freiburghaus

Ein Trauma ist ein gewaltvolles oder überwältigendes Ereignis, das die Bewältigungsstrategie eines Menschen überfordert, so dass dieser Mensch auf besondere Notfall- oder Überlebensstrategien zurückgreifen muss. Häufig geht dieses Ereignis mit einer Lebensbedrohung einher. Kennzeichnend ist ein ausgeprägtes Erleben von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Angst.

Eine Traumatisierung ist die Reaktion eines traumatisierten Menschen auf dieses Ereignis. Wie heftig, wie verstört oder wie nachhaltig der Mensch auf ein traumatisches Ereignis reagiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Häufig bleibt eine Art Erstarrung zurück, Erinnerungsfetzen tauchen plötzlich auf oder wir können uns an eine Situation gar nicht mehr richtig erinnern. Ist es wirklich passiert oder bilde ich es mir nur ein? Dies kann eine Reaktion auf ein traumatisches Geschehen sein. Oft ist uns der Dialog oder die Erzählstruktur nicht mehr richtig zugänglich. Wenn es keine Worte mehr gibt muss über die verbale Ebene hinausgegangen werden und neue Formen des Ausdrucks gefunden werden.

Ein Trauma ist dadurch gekennzeichnet, dass es überwältigend ist, d. h. nicht mit den üblichen Strategien handhabbar gemacht werden kann. Seele und Körper können der Situation nicht entgehen, weder Flucht noch Kampf sind möglich. Die Seele kann dann zu einer Notfall-Reaktion greifen, indem sie „dissoziiert“ (Dissoziation=Abspaltung).Dies ist eine Art Flucht nach innen, um das Erleben auszublenden, sich vor Schmerz und Ohnmacht zu schützen. Ein Mechanismus, der hilft, nichts mehr zu fühlen, sondern Unerträgliches abzuspalten, vielleicht sogar ganz zu vergessen.

Traumatherapie hilft, die scheinbar unerklärlichen Reaktionen von Körper, Geist und Seele zu verstehen und Unerklärliches zu verarbeiten. Abgespaltene Teile können wieder integriert werden auf dem Weg, zur eigenen Ganzheit und Balance.

 

 

Traumatherapie